Kontrolliert messen, ohne den Betrieb zu gefährden
Verbinden Sie ein geeignetes Testgerät mit ausreichend schneller Netzwerkschnittstelle per passendem Kabel mit dem vorgesehenen Messpunkt. Dokumentieren Sie, ob der Weg über Switch, Firewall, VPN oder direkt über die kundenseitige Übergabe führt. Vergleichen Sie Messungen nur unter nachvollziehbaren Bedingungen; eine andere Teststrecke verändert die Aussage. Beenden oder verschieben Sie große Hintergrundübertragungen nur nach Abstimmung, statt produktive Dienste zu unterbrechen.
Notieren Sie Down- und Upload, Messziel, Uhrzeit, Verbindungstyp und gleichzeitig erkennbare Last. Eine große Datei prüft andere Eigenschaften als ein kurzer Speedtest. Für Telefonie und Cloud-Arbeit sind Verzögerung und Paketverlust relevant; ein hoher Durchsatz allein garantiert keine störungsfreie Anwendung. Prüfen Sie Reaktionszeiten gegebenenfalls auch unter Last, weil Warteschlangen bei ausgelastetem Upload entstehen können. Die Leistung von Router, Firewall oder Testrechner kann die Messung selbst begrenzen; bei Multi-Gigabit-Anschlüssen ist die gesamte Leistungskette wichtig.
Die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur bietet eine anbieterunabhängige Geschwindigkeitsmessung. Ob und wie ein formelles Nachweisverfahren für Ihren Geschäftskundenvertrag anwendbar ist, muss anhand des konkreten Vertrags geklärt werden. Unsere Diagnosevorlage ersetzt dieses Verfahren nicht.