LTE- und 5G-Backup vor Ort planen und testen
LTE und 5G können einen zusätzlichen Internetweg bereitstellen. Die Bezeichnung des Funkstandards allein sagt weder die verfügbare Geschwindigkeit im Gebäude noch eine unabhängige Versorgung zu. Prüfen Sie Empfang und Auslastung am vorgesehenen Routerstandort und zu typischen Betriebszeiten. Eine geeignete Außenantenne kann je nach Gerät und Installation helfen; Montage, Kabelführung und Eigentümerzustimmung gehören zur Planung.
Tarif, Router und Anwendungen müssen zusammenpassen
Datenvolumen, Drosselung, Nachbuchungen und deren Kosten sowie die Zulässigkeit der geplanten Router-Nutzung im gewählten Tarif klären.
Dual-WAN-Router, Fehlererkennung, Zeit bis zum Failover und Regeln für die Rückschaltung festlegen. Häufiges Hin- und Herschalten vermeiden; die benötigten Dienste im Ersatzbetrieb testen.
Öffentliche IPv4, IPv6, NAT, eingehende Verbindungen, VPN und erlaubte Gegenstellen prüfen. Ein Mobilfunktarif stellt nicht automatisch eine von außen erreichbare öffentliche IP bereit.
Prioritäten für Telefonie, Kasse, Cloud und große Backups festlegen. Bestehende Sitzungen oder Gespräche können beim Wechsel abbrechen.
Gemeinsame Fehlerquellen bleiben relevant
Auch Funkzelle und Mobilfunk-Backhaul benötigen Strom und Netzverbindungen. Ein anderer Zugangsweg beseitigt weder den Ausfall eines gemeinsamen Routers noch den Ausfall der örtlichen Stromversorgung. Planen Sie Router, Switches, Antenne und gegebenenfalls eine USV gemeinsam. Eine andere SIM-Marke beweist noch kein anderes physisches Netz.
Dokumentieren Sie einen kontrollierten Failover- und Rückschalttest für die tatsächlich benötigten Anwendungen. Der Ratgeber zu gemeinsamen Ausfallursachen zweier Anschlüsse hilft bei der Wegeprüfung. Für mehrere Standorte kann SD-WAN die Steuerung ergänzen; Zugänge, Lizenzen und Betrieb bleiben eigene Angebotspositionen.