Wann ist Business-Glasfaser für Unternehmen sinnvoll?
Business-Glasfaser lohnt sich, wenn der Internetanschluss für zentrale Geschäftsprozesse gebraucht wird. Typische Beispiele sind Cloud-Anwendungen, Videokonferenzen, Telefonie, regelmäßige Datensicherungen, große Dateiübertragungen, der Betrieb eigener Dienste oder die Kommunikation zwischen mehreren Standorten.
Ein weiterer Grund kann Wachstum sein. Zusätzliche Arbeitsplätze, neue Cloud-Dienste oder weitere Niederlassungen verändern den Datenverkehr. Deshalb sollte die Auswahl nicht allein nach Mitarbeiterzahl erfolgen, sondern nach Anwendungen, paralleler Nutzung, Upload-Bedarf und Ausfallrisiko.
Bei Glasfaser für Unternehmen reicht die Glasfaser je nach Anschlussart unterschiedlich weit: bis zum Verteiler, bis ins Gebäude oder bis in die Nutzungseinheit. FTTC ist deshalb von FTTB, FTTH und FTTO zu unterscheiden. Welche Anschlussart am Standort realisiert werden kann, muss konkret geprüft werden. Mehr dazu erfahren Sie unter FTTC, FTTB und FTTH für Unternehmen.
Welche Merkmale sollten Unternehmen vergleichen?
Bandbreite und Upload
Die passende Bandbreite hängt vor allem von den Anwendungen und ihrer gleichzeitigen Nutzung ab. Der Download ist wichtig, wenn Daten aus Cloud-Diensten, Webseiten oder externen Systemen abgerufen werden. Der Upload wird wichtig, wenn Unternehmen Backups übertragen, große Dateien versenden, Videokonferenzen durchführen, Server betreiben oder Standorte miteinander verbinden.
Vor der Auswahl sollten Unternehmen die angebotenen Up- und Downloadraten, ihre vertragliche Beschreibung sowie das erwartete Wachstum prüfen. Vertiefende Orientierung bieten Welche Bandbreite braucht mein Unternehmen? und Symmetrisch vs. asymmetrisch.
SLA, Servicezeit und Entstörung
Bei geschäftlich genutzten Anschlüssen können Servicezeiten und der Umgang mit Störungen ebenso wichtig sein wie die Bandbreite. Reaktionszeit, Entstörungszeit und Verfügbarkeit bezeichnen unterschiedliche Leistungen. Im Angebot sollte erkennbar sein, wann der Support erreichbar ist, wie Störungen gemeldet werden und welche Ziele, Ausschlüsse und Mitwirkungspflichten gelten. Die konkrete Leistung ergibt sich aus dem jeweiligen Vertrag. Weitere Erläuterungen bietet Entstörungszeit und SLA bei Business-Internet.
Feste IP-Adresse
Eine feste öffentliche IP-Adresse kann für bestimmte VPN-Verbindungen, Firewall-Freigaben, Fernzugriffe, Standortvernetzungen oder eigene Dienste benötigt werden. Sie ist nicht mit einer festen privaten Adresse innerhalb des Unternehmensnetzwerks gleichzusetzen. Unternehmen sollten klären, ob sie eine öffentliche IPv4-Adresse, IPv6, Dual Stack oder weitere Adressoptionen benötigen. Mehr dazu: Feste IP-Adresse für Unternehmen.
Standortverfügbarkeit und Redundanz
Business Internet ist nur dann belastbar planbar, wenn die tatsächliche Standortverfügbarkeit geprüft wird. Ein schneller Anschluss ist außerdem nicht automatisch ausfallsicher. Wenn der Zugang geschäftskritisch ist, sollte geprüft werden, welche Folgen eine Störung hätte und ob eine zusätzliche Backup-Verbindung erforderlich ist. Ein zweiter Anschluss ist nur dann belastbar getrennt, wenn nicht dieselben Leitungswege oder Netzkomponenten als gemeinsame Fehlerquelle bestehen.