AON vs. GPON: Welche Glasfaser eignet sich für Unternehmen?

Für Geschäftskunden empfiehlt GFU grundsätzlich AON statt GPON. GPON basiert auf einer passiv geteilten Anschlussstruktur. Bei den von GFU vermittelten AON-Produkten wird der Unternehmensanschluss individuell geführt und die vereinbarte Bandbreite vertraglich garantiert. Diese Kombination bietet Unternehmen eine deutlich zuverlässigere und besser planbare Grundlage.

Auch wenn ein GPON-Anschluss den aktuellen Bedarf eines Unternehmens abdecken kann, bleibt die geteilte Netzarchitektur aus Sicht von GFU ein vermeidbares Risiko. Ist AON am Standort verfügbar, empfiehlt GFU daher grundsätzlich die AON-Leitung.

GFU vermittelt ausschließlich AON-Leitungen. Weitere Informationen zum Unternehmensanschluss finden Sie auf der Seite Business-Glasfaser für Unternehmen.

Was ist GPON?

GPON steht für Gigabit Passive Optical Network. Bei dieser Netzarchitektur wird ein optisches Signal über passive Splitter auf mehrere Teilnehmer verteilt. Technische Grundlagen zur Übertragung erläutert die Wissensseite Wie funktioniert Glasfaser?.

Das konkrete Split-Verhältnis hängt vom jeweiligen Netz und Anbieter ab. Technisch sind Aufteilungen bis zu 1:64 möglich.

Die Teilnehmer nutzen die Kapazität der gemeinsamen PON-Struktur. Wie sich dies auf die tatsächlich nutzbare Bandbreite auswirkt, hängt unter anderem von Netzauslegung, Auslastung, Split-Verhältnis und Anbieterbetrieb ab.

Ein höherwertiger GPON-Tarif kann bessere vertragliche Leistungen enthalten. Er beseitigt jedoch nicht automatisch die zugrunde liegende geteilte Anschlussarchitektur.

Was ist AON?

AON steht für Active Optical Network. Der Unternehmensanschluss wird über aktive Netztechnik individuell geführt.

Auf dem betreffenden Teilnehmeranschluss findet keine passive Aufteilung wie bei GPON statt. Dadurch sind Anschlussressourcen klarer zuordenbar.

Nach der praktischen Erfahrung von GFU bietet AON Geschäftskunden eine deutlich zuverlässigere und besser planbare Grundlage.

AON beschreibt zunächst die Netzarchitektur und bedeutet nicht bei jedem Anbieter automatisch eine Bandbreitengarantie. Bei den von GFU vermittelten AON-Produkten wird die vereinbarte Bandbreite jedoch vertraglich garantiert. Die genaue Leistung und der maßgebliche Übergabepunkt werden im jeweiligen Angebot beziehungsweise Vertrag festgelegt. Den Unterschied zwischen Up- und Download erklärt Symmetrisch vs. asymmetrisch.

AON und GPON im direkten Vergleich

Die Netzarchitektur bestimmt, wie der Unternehmensanschluss technisch geführt wird. Tarifmerkmale und vertragliche Zusicherungen müssen zusätzlich im konkreten Angebot geprüft werden.

GPON: passiv geteilte Anschlussstruktur

Schematische Darstellung einer passiv geteilten GPON-Glasfaserstruktur mit mehreren Teilnehmern
  • Netzstruktur: passives optisches Netz mit Splittern

  • Passive Teilung: ja, mehrere Teilnehmer innerhalb einer PON-Struktur

  • Mögliche Teilnehmerzahl: abhängig von Netz und Anbieter; technisch sind Teilungen bis zu 1:64 möglich

  • Anschlussressourcen: gemeinsame PON-Kapazität wird zwischen mehreren Teilnehmern verwaltet

  • Bandbreite und vertragliche Zusicherung: Die gemeinsame PON-Kapazität wird zwischen mehreren Teilnehmern verwaltet. Ob und in welcher Höhe eine Mindestbandbreite garantiert wird, hängt vom konkreten Anbieterangebot und Vertrag ab.

  • Gleichzeitige Nutzung: die tatsächlich nutzbare Leistung kann stärker von Netzauslegung und Auslastung abhängen

  • Betriebliche Planbarkeit: aus Sicht von GFU geringer als bei einer individuell geführten AON-Anbindung

  • Eignung: kann den aktuellen Bedarf eines einzelnen Unternehmens abdecken

  • GFU-Empfehlung: für Geschäftskunden nicht empfohlen, wenn AON verfügbar und wirtschaftlich sinnvoll ist

  • Vermittlung durch GFU: nein

AON: individuell geführter aktiver Anschluss

Schematische Darstellung einer individuell geführten AON-Glasfaserverbindung für Unternehmen
  • Netzstruktur: individuell über aktive Netztechnik geführter Unternehmensanschluss

  • Passive Teilung: keine passive Aufteilung des Teilnehmeranschlusses wie bei GPON

  • Teilnehmerzuordnung: individuell geführter Anschluss

  • Anschlussressourcen: klarer zuordenbar

  • Bandbreite und vertragliche Zusicherung: Der Unternehmensanschluss wird individuell geführt. Bei den von GFU vermittelten AON-Produkten wird die vereinbarte Bandbreite vertraglich garantiert.

  • Gleichzeitige Nutzung: keine teilnehmerbedingte passive Teilung auf dem betreffenden Anschluss

  • Betriebliche Planbarkeit: nach GFU-Praxiserfahrung deutlich höher

  • Eignung: von GFU grundsätzlich für Geschäftskunden empfohlen, sofern verfügbar

  • GFU-Empfehlung: AON statt GPON

  • Vermittlung durch GFU: ausschließlich AON-Leitungen

Warum empfiehlt GFU Geschäftskunden grundsätzlich AON?

Unternehmen mit eigener IT-Abteilung oder internen Fachleuten prüfen die Anschlussarchitektur häufig besonders genau. Aus der Beratungspraxis von GFU zeigt sich, dass solche Unternehmen eine geteilte GPON-Struktur oftmals ablehnen.

GFU begleitet außerdem Kunden, die wegen unzureichender Planbarkeit, geteilter Ressourcen oder negativer Erfahrungen von GPON zu AON wechseln.

GFU empfiehlt Geschäftskunden grundsätzlich AON. Entscheidend ist dabei nicht nur die individuell geführte Anschlussarchitektur: Bei den von GFU vermittelten AON-Produkten wird die vereinbarte Bandbreite außerdem vertraglich garantiert. Unternehmen erhalten damit eine deutlich besser planbare Grundlage für Cloud-Anwendungen, VPN, Telefonie, Backups, Standortvernetzung und andere geschäftliche Anwendungen.

Ein höherwertiger GPON-Tarif kann bessere Service- oder Vertragsleistungen enthalten. Die zugrunde liegende passive Teilungsarchitektur bleibt dennoch bestehen.

An einigen Standorten kann GFU AON zum gleichen oder zu einem vergleichbaren Preis wie GPON vermitteln. Sind Preis und Servicebedingungen vergleichbar, empfiehlt GFU eindeutig AON: Der Anschluss wird individuell geführt und bei den von GFU vermittelten Produkten ist die vereinbarte Bandbreite vertraglich garantiert.

Aus der Beratungspraxis von GFU

Unternehmen mit eigener IT-Abteilung prüfen die Anschlussarchitektur häufig besonders genau und lehnen eine geteilte GPON-Struktur oftmals ab. GFU begleitet außerdem Kunden, die wegen höherer Anforderungen an Planbarkeit und Zuverlässigkeit von GPON zu AON wechseln.

Ist AON verfügbar, empfiehlt GFU Geschäftskunden AON statt GPON.

Welche Risiken sieht GFU bei GPON für Unternehmen?

GPON funktioniert nicht bei jedem Anschluss gleich und ein Leistungseinbruch tritt nicht zwangsläufig auf. GFU bewertet jedoch die passiv geteilte Architektur für Geschäftskunden als vermeidbares betriebliches Risiko.

  • Geteilte Anschlussstruktur: Mehrere Teilnehmer nutzen Kapazität innerhalb derselben PON-Struktur.

  • Gleichzeitige Nutzung: Die tatsächlich nutzbare Leistung kann von Netzauslegung, Split-Verhältnis und Auslastung abhängen.

  • Geringere Zuordenbarkeit: Anschlussressourcen sind weniger eindeutig einem einzelnen Unternehmen zugeordnet.

  • Planbarkeit: Beworbene und vertraglich zugesicherte Bandbreite müssen unterschieden werden.

  • Tarifklasse: Auch ein höherwertiger GPON-Tarif verändert nicht automatisch die geteilte Architektur.

  • Geschäftsanwendungen: Cloud, Upload, VPN, Telefonie oder mehrere Standorte können hohe Anforderungen an Planbarkeit und Upstream stellen.

GFU erlebt in der Beratungspraxis, dass Unternehmen insbesondere wegen höherer Anforderungen an Planbarkeit, Upload und geschäftskritische Anwendungen von GPON zu AON wechseln.

Für welche Unternehmen ist AON die empfehlenswerte Wahl?

GFU empfiehlt AON grundsätzlich für Geschäftskunden, sofern die Technologie am Standort verfügbar ist. Die Empfehlung gilt nicht nur für große oder besonders geschäftskritische Betriebe.

Besonders deutlich werden die Vorteile einer individuell geführten Anbindung beispielsweise bei:

  • Unternehmen mit eigener IT-Abteilung

  • Unternehmen mit Cloud-Anwendungen

  • Unternehmen mit mehreren Standorten

  • Betrieben mit VPN und Remote-Zugriffen

  • Unternehmen mit großen Upload-Mengen

  • Unternehmen mit geschäftskritischer Telefonie

  • Produktionsbetrieben

  • Rechenzentrumsanbindungen

  • Unternehmen mit hohen Anforderungen an Planbarkeit

  • Unternehmen, die eine GPON-Verbindung ersetzen möchten

Welche Anschlussleistung zu Ihren Anwendungen passt, erläutert Welche Bandbreite braucht mein Unternehmen?.

Was sollten Unternehmen vor Vertragsabschluss prüfen?

Die Bezeichnung Glasfaser allein zeigt nicht, ob es sich um AON oder GPON handelt. Unternehmen sollten deshalb die tatsächliche Anschlussarchitektur ausdrücklich prüfen.

  • tatsächliche Anschlussarchitektur

  • AON oder GPON

  • mögliches Split-Verhältnis

  • beworbene Bandbreite

  • vertraglich zugesicherte Bandbreite

  • Upload und Download

  • Symmetrie

  • Servicezeiten

  • Reaktionszeit

  • Entstörungsziel

  • feste IPv4- und IPv6-Adressen

  • Redundanz

  • Backup-Verbindung

  • einmalige Kosten

  • laufende Kosten

  • Bereitstellungszeit

  • Ausbaukosten

  • Vertragslaufzeit

Häufige Fragen zu AON und GPON

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen AON und GPON?

GPON nutzt eine passiv geteilte Netzstruktur. Bei AON wird der Unternehmensanschluss individuell über aktive Netztechnik geführt. GFU empfiehlt Geschäftskunden grundsätzlich AON, weil diese Architektur aus unserer Erfahrung deutlich zuverlässiger und besser planbar ist.

Wird die Bandbreite bei GPON geteilt?

Bei GPON nutzen mehrere Teilnehmer die Kapazität einer gemeinsamen PON-Struktur. Die Zuteilung wird durch die Netztechnik gesteuert. Welche Leistung ein einzelner Anschluss erhält, hängt unter anderem vom Netz, Split-Verhältnis, Anbieterbetrieb und Vertrag ab.

Wie viele Teilnehmer können sich eine GPON-Struktur teilen?

Das konkrete Split-Verhältnis hängt vom Netz und Anbieter ab. Technisch sind bei GPON Aufteilungen bis zu 1:64 möglich.

Kann GPON für ein Unternehmen funktionieren?

Ein GPON-Anschluss kann den aktuellen Bedarf eines Unternehmens abdecken. GFU empfiehlt Geschäftskunden dennoch grundsätzlich AON, sofern AON verfügbar ist. Die individuell geführte AON-Struktur bietet nach unserer praktischen Erfahrung eine zuverlässigere und besser planbare Grundlage.

Welche Technologie empfiehlt GFU?

GFU empfiehlt Geschäftskunden grundsätzlich AON und vermittelt ausschließlich AON-Leitungen. Die von GFU vermittelten AON-Produkte kombinieren einen individuell geführten Anschluss mit einer vertraglich garantierten Bandbreite.

Ist die Bandbreite bei AON garantiert?

AON allein stellt noch keine automatische Bandbreitengarantie bei jedem Anbieter dar. Bei den von GFU vermittelten AON-Produkten wird die vereinbarte Bandbreite jedoch vertraglich garantiert. Die genaue Bandbreite und der maßgebliche Übergabepunkt werden im jeweiligen Angebot beziehungsweise Vertrag festgehalten.

Ist AON immer teurer als GPON?

Nein. An einigen Standorten kann GFU AON zum gleichen oder zu einem vergleichbaren Preis vermitteln. Die tatsächlichen Kosten hängen von Standort, Ausbau, Anbieter und Leistungsumfang ab. Sind Preis und Servicebedingungen vergleichbar, empfiehlt GFU eindeutig AON.

Vermittelt GFU auch GPON?

Nein. GFU vermittelt ausschließlich AON-Leitungen.

Warum wechseln Unternehmen von GPON zu AON?

GFU erlebt in der Beratungspraxis, dass Unternehmen insbesondere wegen höherer Anforderungen an Planbarkeit, Upload, Anschlussressourcen und geschäftskritische Anwendungen von GPON zu AON wechseln.

AON-Verfügbarkeit am Unternehmensstandort prüfen

GFU prüft, welche AON-Anbindung an Ihrem Unternehmensstandort verfügbar ist und welche vertraglich garantierte Bandbreite, Servicebedingungen, IP-Optionen und Redundanzmöglichkeiten das konkrete Angebot enthält. An einigen Standorten kann AON preislich mit GPON vergleichbar sein.

AON-Verfügbarkeit am Standort prüfen

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