IPv4 vs. IPv6: Was Unternehmen wissen müssen
Adressierung, Erreichbarkeit und Sicherheit bei Internetanschlüssen richtig einordnen
IPv4 und IPv6 bilden die Grundlage dafür, dass Daten in IP-Netzen ihr Ziel erreichen. Für Unternehmen wird der Unterschied relevant, wenn Standorte vernetzt, Server veröffentlicht, Cloud-Dienste angebunden oder Firewall-Regeln geplant werden.
IPv6 ersetzt IPv4 nicht überall auf einmal. In vielen Umgebungen werden beide Protokolle parallel genutzt oder durch Übergangsverfahren miteinander verbunden. Unternehmen sollten deshalb nicht nur fragen, ob ein Anschluss „IPv6 kann“, sondern welche öffentlichen Adressen, Präfixe und Übergangsmechanismen konkret bereitgestellt werden.
Das Wichtigste in Kürze:
- IPv4 verwendet 32-Bit-Adressen, IPv6 128-Bit-Adressen.
- IPv6 ist nicht automatisch sicherer; Firewall-Regeln und Schutzmaßnahmen bleiben erforderlich.
- IPsec schützt IPv6-Verbindungen nicht automatisch. Es muss passend eingerichtet und betrieben werden.
- Eine feste private Adresse im Firmennetz ist nicht dasselbe wie eine feste öffentliche Adresse am Internetanschluss.
- NAT übersetzt Adressen, ist aber keine Firewall.
- CGNAT und DS-Lite können die direkte Erreichbarkeit über IPv4 einschränken.
- Dual Stack stellt IPv4 und IPv6 parallel bereit.
- Eine pauschale kurzfristige Abschaltung von IPv4 lässt sich nicht seriös ankündigen.