Entstörungszeit und SLA: Was Unternehmen beachten sollten
Wie Sie Verfügbarkeit, Support und Ausfallschutz bei Business-Internet richtig vergleichen
Ein Ausfall des Internetanschlusses kann in Unternehmen viele Abläufe gleichzeitig treffen: Cloud-Anwendungen sind nicht erreichbar, Zahlungen oder Bestellungen stocken, Videokonferenzen fallen aus und Mitarbeitende können nicht auf zentrale Systeme zugreifen. Je stärker die Geschäftsprozesse vom Netz abhängen, desto wichtiger ist deshalb nicht nur die Bandbreite, sondern auch der vereinbarte Umgang mit Störungen.
Begriffe wie SLA, Reaktionszeit, Entstörungszeit und Verfügbarkeit wirken auf den ersten Blick eindeutig. In Angeboten und Verträgen können sie jedoch unterschiedlich definiert sein. Ein belastbarer Vergleich beginnt daher mit der Frage, was genau gemessen wird, wann eine Frist läuft und welche Leistungen tatsächlich vereinbart sind.
Das Wichtigste in Kürze:
- Ein Service Level Agreement beschreibt vereinbarte Leistungs- und Serviceparameter.
- Reaktionszeit, Entstörungszeit und vollständige Wiederherstellung sind nicht dasselbe.
- Eine hohe Prozentangabe zur Verfügbarkeit sagt ohne Messzeitraum, Servicezeit und Ausschlüsse nur wenig aus.
- Konkrete Fristen und Leistungen ergeben sich immer aus dem jeweiligen Vertrag.
- Redundanz kann wichtiger sein als eine kurze Entstörungszeit, wenn ein Ausfall unmittelbar den Betrieb stoppt.
- Beispielrechnungen zur Verfügbarkeit sind rechnerische Orientierungswerte und keine Leistungszusagen.