Hausverkabelung - Inhouse-Glasfaser

Was bedeutet Hausverkabelung?

Die Hausverkabelung beschreibt die Verbindung vom Abschlusspunkt Linientechnik (APL), an dem das öffentliche Glasfasernetz ins Gebäude geführt wird, bis zum gewünschten Standort des Routers oder der aktiven Technik (CPE).

Sie stellt sicher, dass die volle Bandbreite aus dem Glasfaser-Hausanschluss auch dort ankommt, wo sie tatsächlich benötigt wird – etwa im Technikraum, Büro oder Serverrack.

Für die Vorbereitung Ihrer Entscheidung: Inhouse-Kostenrechner. Die Werkzeuge liefern unverbindliche Orientierung anhand Ihrer eigenen Angaben.

Was kostet Ihre Inhouse-Glasfaserverkabelung?

Beschreiben Sie Ihr Gebäude und die gewünschten Anschlüsse. Sie erhalten eine grobe Beispiel-Kostenspanne und eine Liste der noch zu klärenden Fragen.

Sie brauchen keine technischen Preise zu kennen. Für die Kostenspanne genügen zunächst Etagen, Anschlussorte und eine grob geschätzte Leitungslänge. Bei den übrigen Fragen können Sie „Unbekannt“ wählen.

Wie viele Etagen sollen angeschlossen werden? Für die Kostenspanne erforderlich.

Zum Beispiel ein Technikraum pro Etage – nicht die Anzahl der Mitarbeitenden. Für die Kostenspanne erforderlich.

Alle Kabelstrecken zusammen, etwa vom Hausanschluss zu den gewünschten Räumen. Grob schätzen reicht; für die Kostenspanne erforderlich.

Ihre erste Einschätzung

Wie entsteht die Kostenspanne?

Dies ist ein frei angesetztes Beispielmodell, keine statistische Marktpreisschätzung. Mehr Länge, Anschlussorte und Etagen erhöhen den angenommenen Aufwand. Fehlende Kabelwege erhöhen beide Grenzen; unbekannte Kabelwege und mögliche Durchführungen verbreitern die obere Grenze. Eigentum, Neubau und Freigaben erzeugen keine pauschalen Preisaufschläge.

Arbeitsannahme: 2–4 Grundstunden, 1–2 Stunden je Anschlussort, 0,04–0,08 Stunden je Kabelmeter bei vorhandenem Weg bzw. 0,10–0,20 bei neuem Weg, 0,5–1,5 Stunden je zusätzlicher Etage. Bei unbekanntem Kabelweg gilt oben 0,20 Stunden/m; für mögliche oder unbekannte Durchführungen kommen oben 2 Stunden hinzu.

Materialannahme: 50–100 € Grundbudget, 30–70 € je Anschlussort, 1,50–3 €/m bei vorhandenem Weg bzw. 4–8 €/m bei neuem Weg; bei unbekanntem Weg oben 8 €/m. Montage umfasst im Modell auch Abschlüsse und einfache Messungen. Dazu 45 € Anfahrt und 20 % Reserve; Spanne nach außen auf 100 € gerundet.

Preisreferenzen aus der Recherche vom 03.10.2026: TeleHome nennt ab 68 €/h netto; Telekom nennt 20,96 € netto je angefangene 15 Minuten zusätzlicher Arbeit (rechnerisch 83,84 €/h). Diese Beispiele bilden die verwendeten Stundensätze, belegen aber nicht die Arbeits- und Materialannahmen dieses Modells.

Beschreiben Sie links Ihre Situation. Hier erscheinen anschließend die grobe Kostenspanne, Ihre Angaben und offene Fragen für den Installationsbetrieb.

Rechenregel und Grenzen

Der Check trennt Ihre bekannten Angaben von offenen Fragen und nennt mögliche Arbeiten oder Kostenpositionen für eine belastbare Angebotserstellung. Die Beispiel-Kostenspanne folgt Ihren Gebäudeangaben und den offengelegten Modellannahmen. Diese sind keine gemessenen Montagezeiten oder verbindlichen Marktpreise. Der Check bestätigt weder technische Machbarkeit noch Brandschutz oder Normkonformität.

Leerrohre, Durchführungen, Übergabepunkt, Technikraum, Stromversorgung und Gebäudefreigaben müssen im konkreten Objekt geprüft werden. Eine Eingabe „geklärt“ ist allein Ihre Angabe und kein Prüfnachweis durch GFU.

Beratung zu passenden Lösungen

GFU berät zur Anschlusswahl und zum Konzept und vermittelt passende Tarife. Technische Ausführung und Kosten sind mit den zuständigen Beteiligten zu klären.

Unverbindlich beraten lassen

Ihre Eingaben und Ergebnisse werden nicht automatisch an das Kontaktformular übertragen.

Typische Schritte einer Hausverkabelung

  • Wegeführung: Planung des Kabelwegs vom Keller (APL) bis zum Technikraum oder in obere Etagen

  • Durchbrüche & Brandschutz: Kernbohrungen (z. B. bis Ø 60 mm, bis 250 mm Tiefe) mit anschließender Brandschottung S90 (DIN 4102)

  • Kabelverlegung: Nutzung vorhandener Leerrohre, Kabelpritschen oder Aufputzverlegung

  • Abschluss: Installation einer Glasfaser-Anschlussdose (z. B. Wandspleißbox oder 19″-Patchfeld), an die später der Router (CPE) angeschlossen wird

Technische Spezifikationen

Kabel

  • Fasertyp: Singlemode OS2 (E9/125 µm)

  • Kabelaufbau: z. B. I-B(ZN)BH 1×12 E9/125 OS2, halogenfrei, mindestens 6 Fasern

  • Brandverhalten: nach DIN EN 50575, geeignet für Steigeschächte

Steckertypen & Abschlüsse

  • Standard-Steckverbinder: E2000/APC 8° (beidseitig, an APL und CPE-Standort)

  • Spleißtechnik: Glasfasern werden in einer Wandspleißbox oder einem Patchfeld abgeschlossen

  • Patchfelder: optional als 19″-Variante, 0,5 HE, 6× E2000/APC-Kupplungen mit Pigtails

Messungen & Dokumentation

  • OTDR-Messung (Optical Time Domain Reflectometer) zur Dämpfungs- und Streckenprüfung

  • Abnahmemessungen nach gängigen Normen (ISO/IEC 11801, DIN EN 50173)

  • Dokumentation der Messwerte und Verlegewege

Brandschutz

  • Feuerwiderstandsklasse S90 nach DIN 4102

  • Abdichtung von Durchbrüchen mit Brandschutzspachtel (intumeszierend) und Steinwolle

  • Spezielle Verfahren bei Gefahrstoffen (z. B. Asbest) durch geschulte Fachbetriebe

Abgrenzung zum Hausanschluss

  • Hausanschluss: Tiefbau, Hauseinführung, Installation des APL

  • Hausverkabelung: APL → Technikstandort (CPE)

  • LAN-Inhouse-Verkabelung: Ethernet-Verkabelung vom Router zu Arbeitsplätzen

Fazit: Warum ist die Hausverkabelung wichtig?

Die Hausverkabelung ist das zentrale Bindeglied zwischen Hausanschluss (APL) und der tatsächlichen Nutzung der Glasfaser im Gebäude.

Sie ist eine eigenständige, baulich-technische Maßnahme – entscheidend für Performance, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit. Je nach Anschlussangebot kann sie auch als gesonderte Zusatzleistung des Anbieters beauftragt werden.

  • Sie bestimmt, wo im Gebäude die Glasfaser genutzt werden kann

  • Eine fachgerechte Umsetzung garantiert Stabilität, Sicherheit & volle Bandbreite

  • Brandschutz und Normen sorgen für rechtliche und technische Zuverlässigkeit

  • Unverzichtbar für Mehrparteien- und Gewerbeimmobilien mit komplexer Infrastruktur

Illustration eines mehrgeschossigen Gewerbegebäudes mit Technikraum im Keller, Steigleitung und Glasfaseranschlussdosen auf den Etagen; daneben sind Bohrarbeiten und Brandschutz-Abdichtung dargestellt.

Förderung sichern

Jetzt lohnt sich der Einstieg besonders: Bei Buchung eines passenden Glasfaser-Tarifs erhalten Sie aktuell bis zu 2.500 € Zuschuss für Ihre Hausverkabelung.

Anschlussangebot und Inhouse-Kosten besprechen

Drei Wege zur passenden Inhouse-Lösung

Die interne Verbindung muss zum Gebäude und zum beauftragten Anschluss passen. Vergleichen Sie diese Wege:

  • Anbieterleistung: Die dokumentierte 1&1 Hausverkabelung kann im Zusammenhang mit einem passenden Glasfaseranschluss gesondert beauftragt werden. Umfang und Preis ergeben sich aus Objekt und Angebot.
  • Installationsbetrieb: Ein Fachbetrieb erstellt den vereinbarten Leitungsweg. Material, Montage, Durchführungen, Abschottungen, Messung und Dokumentation sollten einzeln erkennbar sein.
  • Vorhandene Telefonverkabelung: Eine geeignete Konverterlösung kann unter bestimmten Voraussetzungen einen Abschnitt über bestehende Kupferleitungen nutzen. Das ist kein durchgängiger Glasfaserweg; Kabeltyp, Länge, Qualität, Strom an beiden Enden und Anschlussvariante müssen geprüft werden.

Ein Zuschuss von bis zu 2.500 € ist eine mögliche Unterstützung bei einem passenden Angebot. Klären Sie vor der Beauftragung erforderliche Belege und den Gutschriftprozess. Nicht jede Rechnung oder Anschlussvariante erfüllt automatisch dieselben Voraussetzungen. Die Bedingungen und Einreichfristen klären wir mit Ihnen vor der Beauftragung.

Etagen, Anschlussorte, vorhandene Wege und besondere Arbeiten beeinflussen den Aufwand. Der Inhouse-Kostenrechner liefert eine unverbindliche Vorbereitung; er bestätigt weder Machbarkeit noch einen Anbieterpreis. Anschluss und Inhouse-Optionen besprechen.

Weglänge und Gebäudearbeiten bestimmen den Umfang

Eine kurze Strecke auf einer Etage, ein Steigweg über mehrere Etagen und ein Leitungsweg mit Wand- oder Deckendurchführungen sind unterschiedliche Installationsaufgaben. Dokumentieren Sie ungefähr die Länge, Anschlussorte, vorhandene Kabelwege sowie Durchführungen und notwendige Abschottungen. Das ermöglicht eine nachvollziehbare Zuordnung zum angebotenen Gebäudepaket und zu zusätzlich erforderlichen Arbeiten. Eine Paketbezeichnung allein bestätigt weder den vollständigen Umfang noch die bauliche Eignung.

Wie wird ein vereinbarter Inhouse-Zuschuss berücksichtigt?

Bei der dokumentierten Voucher-Variante handelt es sich um eine Rechnungsgutschrift, nicht um eine allgemeine öffentliche Förderung oder zugesagte Barauszahlung. Vereinbaren Sie die Unterstützung zum konkreten Anschluss, beauftragen Sie den geeigneten Fachbetrieb und reichen Sie die passende Rechnung sowie die verlangten Nachweise ein. Der bestätigte Betrag wird nach den vereinbarten Bedingungen auf Anschlussrechnungen verrechnet. Auch bei eigenständig beauftragten Arbeiten sind Anspruch, Leistungsumfang und Einreichung vorher zu klären.

Ein Zuschuss bis 2.500 € ist bei einem passenden Angebot möglich. Die Bedingungen und Einreichfristen klären wir mit Ihnen vor der Beauftragung. Für die Beratung helfen Gebäudeadresse, Etagen, Anschlussorte, Leitungsweg und die gewünschte Variante.

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