Hausverkabelung - Inhouse-Glasfaser

Was bedeutet Hausverkabelung?

Die Hausverkabelung beschreibt die Verbindung vom Abschlusspunkt Linientechnik (APL), an dem das öffentliche Glasfasernetz ins Gebäude geführt wird, bis zum gewünschten Standort des Routers oder der aktiven Technik (CPE).

Sie stellt sicher, dass die volle Bandbreite aus dem Glasfaser-Hausanschluss auch dort ankommt, wo sie tatsächlich benötigt wird – etwa im Technikraum, Büro oder Serverrack.

Typische Schritte einer Hausverkabelung

  • Wegeführung: Planung des Kabelwegs vom Keller (APL) bis zum Technikraum oder in obere Etagen

  • Durchbrüche & Brandschutz: Kernbohrungen (z. B. bis Ø 60 mm, bis 250 mm Tiefe) mit anschließender Brandschottung S90 (DIN 4102)

  • Kabelverlegung: Nutzung vorhandener Leerrohre, Kabelpritschen oder Aufputzverlegung

  • Abschluss: Installation einer Glasfaser-Anschlussdose (z. B. Wandspleißbox oder 19″-Patchfeld), an die später der Router (CPE) angeschlossen wird

Technische Spezifikationen

Kabel

  • Fasertyp: Singlemode OS2 (E9/125 µm)

  • Kabelaufbau: z. B. I-B(ZN)BH 1×12 E9/125 OS2, halogenfrei, mindestens 6 Fasern

  • Brandverhalten: nach DIN EN 50575, geeignet für Steigeschächte

Steckertypen & Abschlüsse

  • Standard-Steckverbinder: E2000/APC 8° (beidseitig, an APL und CPE-Standort)

  • Spleißtechnik: Glasfasern werden in einer Wandspleißbox oder einem Patchfeld abgeschlossen

  • Patchfelder: optional als 19″-Variante, 0,5 HE, 6× E2000/APC-Kupplungen mit Pigtails

Messungen & Dokumentation

  • OTDR-Messung (Optical Time Domain Reflectometer) zur Dämpfungs- und Streckenprüfung

  • Abnahmemessungen nach gängigen Normen (ISO/IEC 11801, DIN EN 50173)

  • Dokumentation der Messwerte und Verlegewege

Brandschutz

  • Feuerwiderstandsklasse S90 nach DIN 4102

  • Abdichtung von Durchbrüchen mit Brandschutzspachtel (intumeszierend) und Steinwolle

  • Spezielle Verfahren bei Gefahrstoffen (z. B. Asbest) durch geschulte Fachbetriebe

Abgrenzung zum Hausanschluss

  • Hausanschluss: Tiefbau, Hauseinführung, Installation des APL

  • Hausverkabelung: APL → Technikstandort (CPE)

  • LAN-Inhouse-Verkabelung: Ethernet-Verkabelung vom Router zu Arbeitsplätzen

Fazit: Warum ist die Hausverkabelung wichtig?

Die Hausverkabelung ist das zentrale Bindeglied zwischen Hausanschluss (APL) und der tatsächlichen Nutzung der Glasfaser im Gebäude.

Sie ist keine Zusatzleistung des Glasfaseranbieters, sondern eine eigenständige, baulich-technische Maßnahme – entscheidend für Performance, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit.

  • Sie bestimmt, wo im Gebäude die Glasfaser genutzt werden kann

  • Eine fachgerechte Umsetzung garantiert Stabilität, Sicherheit & volle Bandbreite

  • Brandschutz und Normen sorgen für rechtliche und technische Zuverlässigkeit

  • Unverzichtbar für Mehrparteien- und Gewerbeimmobilien mit komplexer Infrastruktur

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